In puncto Elektromobilität sowie Solar- und Wasserenergie ist Kärnten bereits ein Vorzeigebundesland. Die wenigsten Menschen wissen allerdings, dass in Kärnten auch Windräder hergestellt und exportiert werden, was nun der Öffentlichkeit auf landschaftsschonende Art und Weise präsentiert und näher gebracht werden soll.
Das innovative Projekt der Firma Windtec aus Klagenfurt ist in Form eines Schau-Energieparks auf der Petzen geplant. Dieser Park soll Schulungs- und Demonstrationszwecken dienen und auch als touristischer Anziehungspunkt des Jauntals fungieren.
Zwischen fünf und acht Windräder, mit einer Leistung von bis zu 16 Megawatt, lassen einen Ertrag von mindestens 5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr und Windkraftanlage möglich erscheinen. Im Idealfall könnten somit etwa 13.000 Haushalte zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie versorgt oder Strom für 300 Millionen Kilometer für Elektrofahrzeuge hergestellt werden.
Die Kosten von rund 25 Millionen Euro werden nicht durch Steuergeld finanziert, sondern gänzlich durch Investitionen aus der Privatwirtschaft getragen. Die Errichtung des Windparks würde neben einem positiven Image auch eine ganzjährige Touristenattraktion und ein regionales Wahrzeichen schaffen. Als besondere Innovation gilt die geplante Verwendung von ökologischen Holz- statt Stahltürmen, die aus heimischen Baumbeständen hergestellt werden und damit die Kärntner Forstwirtschaft vorantreiben sollen. Pro Turm könnten 500 Fichten verarbeitet werden, wobei die Firma Windtec mit einem Exportpotential von etwa 300 Türmen rechnet, was bis zu zehn Prozent des jährlichen Holzeinschlages entspricht.
Um den Park, der einen großen Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit für Kärnten bedeuten würde, bestmöglich in die Landschaft einzufügen, wird der Naturschutzbeirat in die Entscheidungsfindung für die Umsetzung des Windparks auf der Petzen mit eingebunden. Mit dem Ausbau von Sonnen- und Windenergie unter dem Dach Lebensland Kärnten wird dafür gesorgt, dass Energie nicht nur umweltschonend, sondern auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor sein kann, der die Vorreiterrolle Kärntens in Bezug auf alternative Energien und seinem Weg zur Energieautarkie weiter bestärkt.